Daheim e.V.
 

14.04.2014 | Die Glocke

Wohnen und Arbeiten an der Verler Straße

Gütersloh (din) - Rodungsarbeiten zeugen davon, dass nach 20 Jahren vergeblicher Anläufe auf dem brachliegenden Gelände der früheren Holzhandlung Siekmann an der Verler Straße etwas geschieht. Entlang der Straße entstehen drei Bürogebäude, dahinter fünf Mehrfamilienhäuser mit 40 Wohnungen.

Baubeginn ist im Sommer. Altenheim, Lebensmittelmarkt, Waschstraße, Autohaus, Schnellrestaurant – Ideen gab es reichlich. Auf Wohnungen war bis dato niemand gekommen. 2011 entwickelte das Architekturbüro Heitmann ein Konzept, das 2013 in Zusammenarbeit mit der Stadtplanung und dem Büro Tischmann und Schrooten in einen Bebauungsplan gegossen wurde. „Einmal über die Straße, und man ist schon fast mitten im Stadtpark“, preist der Architekt Raimund Heitmann (Bild) die Lage. Supermärkte, eine Bankfiliale, Fitnesscenter und selbst die Innenstadt und der Bahnhof seien fußläufig zu erreichen.

Büros schützen Wohnhäuser vor Lärm

Danach werden entlang der Verler Straße zunächst drei dreieinhalbgeschossige Bürogebäude errichtet. Sie sollen die dahinter zu bauenden fünf Wohnhäuser vom Lärm der Straße abschirmen. Das Bürogebäude an der Ecke von Verler und Winkelstraße wird das Büro Heitmann selbst beziehen. Bauherren sind Raimund und Petra Heitmann. Zwei Etagen des Gebäudes, rund 600 Quadratmeter, sollen vermietet werden. Geplant ist das Gebäude als Nullenergiehaus mit Erdwärmeversorgung, kontrollierter Lüftung und 90 Prozent Wärmerückgewinnung. Zurzeit steht an der Stelle noch ein Wohnhaus, das demnächst abgerissen wird. Bauträger für das zweite, mittlere Bürogebäude ist die Rietberger Firma Vorderbrüggen, die auch die Wohnungen baut. Das dritte Bürogebäude errichtet der Verein Daheim, der unten Büroflächen bezieht und darüber Appartements ausbaut. Erschlossen werden die Büros von der Winkelstraße. Stellplätze liegen hinter den Häusern.

Fertigstellung für 2015 geplant

Hinter den Bürogebäuden sind versetzt fünf dreigeschossige Gebäude mit insgesamt 40 barrierefreien Eigentumswohnungen (Aufzüge) geplant, darunter zehn Penthousewohnungen. Größe: zwischen 70 und 110 Quadratmeter. Alle Wohnungen werden in KFW 70-Bauweise erstellt und erhalten Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung. Unter den Gebäuden entsteht eine Tiefgarage mit 40 Stellplätzen. Zwischen den Häusern wird ein Spielplatz angelegt. Heitmann: „Das soll dazu beitragen, dass sich auch junge Familien mit älteren Menschen zusammenfinden.“ Die ersten Bauanträge sollen in dieser Woche gestellt werden. Einmal geht das Vorhaben auch noch in den Gestaltungsbeirat. „Um den Schallschutz zu gewährleisten, wird im Sommer Baubeginn für die Gebäude zur Verler Straße sein“, so Heitmann. Im vierten Quartal soll der Wohnungsbau starten. Bei zügigem Bauverlauf könnte das neue Quartier Ende 2015 fertig sein.