Daheim e.V.
 

14.10.2013 | Neue Westfälische | (bvb)

Idyllischer Freisitz im Grünen

Franz und Thea Dupré-Stiftung spendet Seniorenwohnanlage in Mastholte 29.000 Euro

Rietberg-Mastholte (bvb). Um einen 70 Quadratmeter großen, windgeschützten Freisitz im Außenbereich der Seniorenwohnanlage "Lebenswerk" an der Riekstraße in Mastholte realisieren zu können, hat die Franz und Thea Dupré-Stiftung eine Summe von gut 29.000 Euro zur Verfügung gestellt. "Ich gehe davon aus, dass diese Spende im Sinne der Stifterin ist", sagte Wilfried Heitmann, Gründer und Verwalter der Stiftung, gegenüber dieser Zeitung.

Bereits Ende April wurde das auf Betreiben von Ferdinand Kraft entstandene, "etwas andere" Seniorenpflegeheim offiziell eröffnet. "Die Außenterrasse war da schon angedacht, wir konnten sie bislang aber nicht finanzieren", erklärte Hajo Ahrens, Geschäftsführer der "Lebenswerk Mastholter für Mastholte gGmbH". Umso mehr freue es ihn, dass die Stiftung die Summe bereit gestellt und das Projekt somit komplett finanziert habe.

Vor vier Wochen sei die Glaseinfassung um den mit Holz ausgelegten Freisitz fertig gestellt worden. "Die Glaselemente aus Sicherheitsglas haben wir bewusst ein wenig höher anfertigen lassen, damit der Wind unseren Bewohnern nicht unnötig zu schaffen macht", sagte Ahrens. Durch das Glas sei der Blick auf Pferde, Rehe und Fasane in der weitläufigen Landschaft erhalten geblieben. Der Schilfbestand rund um den Entwässerungsgraben unterhalb der Terrasse verstärke zudem den Eindruck, mitten im Grünen zu sitzen. "Die Bewohner unseres Hauses genießen die neue Aufenthaltsqualität im Freien", freut sich Ferdi Kraft.

Die im Jahr 2000 gegründete Franz und Thea Dupré-Stiftung verfolgt die Aufgabe, ältere, kranke und behinderte Menschen in Rietberg und Mülheim an der Ruhr zu unterstützen. Thea Dupré, eine geborene Funke, war eine Rietbergerin. Nach ihrer Schulzeit arbeitete sie als Verkäuferin im Geschäft ihrer Eltern an der Mastholter Straße. 1946 heiratete sie Franz Dupré aus Mülheim an der Ruhr, wo das Paar ein gut florierendes Optik-, Uhren- und Schmuckgeschäft betrieb. Nach dem Tod ihres Mannes im Jahr 1982 gab Thea Dupré das Geschäft auf und zog zurück in ihre Heimatstadt, wo sie ihren Lebensabend verbrachte und 1999 verstarb.

"Die Gründung der Stiftung hatte sie testamentarisch festgelegt", erinnert sich Heitmann, der als Testamentsvollstrecker eingesetzt war. Mehr als eine Million Euro habe sie der Stiftung in Form von Bargeld und einem Geschäftshaus in der Fußgängerzone in Mühlheim an der Ruhr vermacht.