Daheim e.V.
 

14.09.2016 | Westfalen Blatt | Carsten Borgmeier

Freundlich und gepflegt

Verein Daheim ist Hauptmieter an Paderborner Straße 37

V e r l (WB). Auf früheren Grundstücken der Verler Familie Friesmeier ist in etwas mehr als einjähriger Bauzeit ein moderner Wohn- und Bürokomplex entstanden. Einer der Hauptmieter ist der gemeinnützige Verein Daheim aus Gütersloh.

Das ebenso schlichte wie funktionelle Gebäude an der Paderborner Straße 37 in Verl wird an diesem Freitag, 16. September, im Rahmen eines Festaktes eröffnet. Beginn des Programms ist um 10.30 Uhr.
Neben Bürgermeister Michael Esken (CDU) werden auch Ulrike Boden (SPD) als Kreisgeschäftsführerin der Arbeiterwohlfahrt (AWO) und Bernd Meißnest als Vorsitzender des Vereins Daheim gegen 11 Uhr zu Rede-Beiträgen erwartet. Von der Kreisverwaltung wird Sachgebietsleiterin Monika Nopto, zuständig für den Bau von Pflege-Einrichtungen, zu den Gästen sprechen.


Die Bauherrengemeinschaft, bestehend aus Petra Koors-Wewer, Isabell und Bärbel Fortkord sowie Jens Niederschulte, hat das Bau-Projekt mit einem Investitionsvolumen von etwa 4,5 Millionen Euro realisiert. Nach Angaben Niederschultes wurde mit dem Verein Daheim ein Mietvertrag über zunächst 25 Jahre abgeschlossen.

Entstanden ist auf den beiden insgesamt fast 4300 Quad-ratmeter großen Grundstücken ein vom Verler Architekten Eckhard Send (39) entworfener, mehrgeschossiger Gebäudekomplex mit einer Nutzfläche von ungefähr 2100 Quadratmetern. Der Verein Daheim wird davon 810 Quadratmeter für eine ambulant-betreute Hausgemeinschaft mit 16 Plätzen für Menschen mit demenziellen Erkrankungen und sieben Appartements mit einer Gesamtfläche von 425 Quadratmetern nutzen. Die Mieter der barrierefreien Appartements könnten bei Bedarf Pflegeleistungen anfordern, erläuterte Daheim-Geschäftsführer Burkhard Kankowski (57).

Die übrigen knapp 900 Quadratmeter zur Straßenseitehin werden vom Steuerberatungsbüro Koors & Fortkord, vom Zahnzentrum Jörg Abramowski sowie von der Lerntherapie-Praxis von Norma Schmalenstroer genutzt.

»Verl hat sich in den vergangenen  Jahren städtebaulich verändert«, sagt Architekt Eckhard Send, »insbesondere durch den Ortskern-Ausbau und die neugestaltete Paderborner Straße erhält dieser Bereich eine zeitgemäße und moderne Optik.« Der Architekt weiter: »Somit war für den Neubau eine Planung erforderlich, die sich in das zukünftige Ortsbild einfügt und einen fließenden Übergang zu anderen Gebäuden bildet.«
Der Baukörper besteht aus klaren Strukturen und kubischen Formen. Auffallend sind seine großen Fensterflächen sowie das Staffelgeschoss mit Flachdach. Nicht nur die Hauptfassade zur Paderborner Straße hin macht in Kombination mit den Fensterflächen einen hochwertigen Eindruck. Auflockernd setzt sich das zurückspringende Staffelgeschoss mit weißer Putzfläche ab.


Im Innern sorgen im Bereich der Daheim-Hausgemeinschaft die großen Fenster sowie Kunstwerke des Verler Künstlers Arno Reich-Siggemann für eine freundliche und offene Atmosphäre.