Daheim e.V.
 

28.07.2013 | Neue Westfälische | Matthias Gans

Ein Haus zum Wohlfühlen

Der Verein "Daheim" bezieht in der Vietingstraße neues Heim für Pflegebedürftige.

Rheda-Wiedenbrück. Kaum eröffnet, ist das neue Haus des Vereins "Daheim" an der Vietingstraße 2 im Ortsteil Rheda schon fast ausgebucht. Zwölf der 18 Einzelzimmer für Menschen mit höherem Pflegebedarf sind in dem Neubau bereits vermietet. Und die vier Wohnungen im Obergeschoss sind bereits sämtlich belegt.


18 Menschen also können in dem ganz modern und hell gestalteten Haus betreut werden. Die Zimmer (Größe zwischen 22 und 28 Quadratmeter) sind unmöbliert, so dass die – in der Regel dementen – Bewohner ihre eigenen Möbel mitbringen können. Allein für die Versorgung stellt "Daheim" ein Team mit 25 Personen zur Verfügung, damit die Betreuung rund um die Uhr gewährleistet ist.

Von diesem Angebot profitieren auch die Bezieher der vier Wohnungen (Größe zwischen 63 und 70 Quadratmeter), die auf alle im Haus ausgeübten Leistungen zurückgreifen können.

Bauunternehmer Michael Splietker hat 2,3 Millionen Euro in das modern wirkende, in tiefem anthrazit und weiß gehaltene und barrierefrei erbaute Gebäude investiert (Gesamtwohnfläche: 1.400 Quadratmeter, Grundstücksgröße: 1.260 Quadratmeter). Erste Gespräche hatte er mit "Daheim" 2009 geführt. Im Frühjahr 2012 war Baubeginn, im Juni war das meiste fertiggestellt, so dass die ersten Bewohner am 1. August einziehen können.

Für die moderne Gestaltung in Weiß mit einigen kräftigen Farbakzenten zeichnen die Architekturbüros Fite Lütkehoff und Hubert Splietker verantwortlich. "Mir war es wichtig, dass die Bewohner hier nicht nur leben können, sondern dass sie sich auch wohlfühlen."

Dafür will "Daheim"-Vorsitzender Bernd Meißnest mit seinem Team sorgen. Er sieht in der Unterbringung in Hausgemeinschaften – elf Gemeinschaften mit rund 165 Personen betreut "Daheim" im Kreis Gütersloh – einen Vorteil gegenüber "normalen" Heimen. "Bei uns nehmen die Bewohner aktiv am Leben teil. Die Betreuung ist wesentlich dichter, auch wenn wir den gleichen Personalschlüssel wie in Heimen haben", so Meißnest.

Auf ein Sicherheitssystem verzichtet der Verein, der Mitglied der AWO Gütersloh ist. "Es ist Aufgabe unserer Mitarbeiter, dass der Kontakt so eng ist, dass die Menschen nicht rausgehen und draußen herumirren", sagt Meißnest. Große, helle Räume mit bequemen Möbeln auf jeder Etage sowie die große Küche sollen dafür sorgen, dass sich eine Hausgemeinschaft bildet.

Neben den Bewohnern sind im neuen Haus auch die Abteilungen Ambulante Wohnbetreuung (14 Mitarbeiter) und Ambulanter Pflegedienst (24 Mitarbeiter) untergebracht.