Daheim e.V.
 

23.09.2013 | Haller Kreisblatt

Blick hinter die Kulissen der Altenpflege

Steinhagen. Wie sieht es eigentlich im Inneren des Matthias-Claudius-Hauses aus? Und was bietet die Diakoniestation für ihre Bewohner? Wer nicht selbst betroffen ist - sei es durch einen Pflegefall in der Familie oder durch eigene Erkrankung - scheut sich davor, eine der vielen Pflege-Einrichtungen in Steinhagen mal eben so zu besuchen.

„Diese Hemmschwelle wollen wir abbauen und ein niedrigschwelliges Angebot machen”, erläutert Stefan Hellweg, Pflege- und Wohnberater der Gemeinde, die Grundidee des »1. Steinhagener Tages der offenen Pflege«. Am Sonntag, 13. Oktober, laden fünf Anbieter von Pflegediensten zeitgleich zum Tag der offenen Tür ein. Interessierte können einfach mal vorbeischauen, sich informieren und sich bei Kaffee und Kuchen stärken. In der Zeit von 12 bis 18 Uhr öffnen sich die Türen des Altenzentrums Matthias-Claudius-Haus, der Hausgemeinschaft Daheim e. V. , der Diakoniestation, des Familienzentrums und des Pflegedienstes 2000 GmbH sowie der Gesellschaft für Betreutes Wohnen. „Bei einem solchen Zeitrahmen lassen sich auch bequem mehrere Stationen abfahren”, so Stefan Hellweg.

Organisiert haben diesen Tag der Arbeitskreis »Vernetzte Pflege in Steinhagen« und die Gemeinde. Bei einem Erfolg möchte Stefan Hellweg den »Tag der offenen Pflege« gerne in zwei oder drei Jahren wiederholen. „Und dann sind bestimmt noch mehr Anbieter dabei”, schaut er zuversichtlich in die Zukunft. Erst einmal freut er sich, dass vier Anbieter und das Familienzentrum mit dabei sind und den Tag mit großem Engagement vorbereiten.

Doch was erwartet die Besucher an den einzelnen Standorten? Im Matthias-Claudius-Haus, Apfelstraße 36, wird es neben Hausführungen und einem Info-Stand unter anderem eine Vorstellung des Snoezelwagens (Sinneswagen) geben. Von 12 bis 13.30 Uhr wird außerdem ein mobiler Info-Stand der kommunalen Pflege- und Wohnberatung vor Ort sein. Um 13.45 Uhr gibt es außerdem einen Vortrag zum Thema »Die Angst vor dem Vergessen - die Lebenswirklichkeit von dementiell erkrankten Menschen«. Es referiert Rita Wächter. Eine Cafeteria, Suppen und Kaltgetränke runden das Angebot ab.

Bei der Hausgemeinschaft Daheim e. V., Pulverbach 9 b, öffnen sich die Türen lediglich von 13 bis 16 Uhr. Dafür gibt es dort neben Hausführungen und Beratungen ein musikalisches Gedächtnistraining und eine Cafeteria.

Das Thema Gedächtnistraining wird auch in der Diakoniestation Haus Irmgard, Unteres Feld 6, ein Thema sein. Die Mitarbeiter werden interessierte Gäste dort herumführen und beraten. Der Info-Stand der kommunalen Pflege- und Wohnberatung wird dort von 14 bis 15.30 Uhr seinen zweiten Halt einrichten. Natürlich darf auch hier eine Cafeteria für die Besucher nicht fehlen.

Vierter Standort ist die Einrichtung an der »Alten Brennerei«, Hilterweg 99, in dem der Pflegedienst 2000 und die Gesellschaft für Betreutes Wohnen 2000 GmbH sich vorstellen werden. Neben Info-Stand, Beratung und Hausführung erwartet die Besucher hier eine Demonstration der Hausnotrufgeräte, eine Vitalzeichen-Messung sowie eine Rollstuhlwaage. Die kommunale Pflege- und Wohnberatung macht hier von 16 bis 17.30 Uhr zum letzten Mal Halt. Ein Cafébetrieb sowie ein Imbisswagen sorgen für eine kleine Stärkung der Besucher zwischendurch.

Das breiteste Angebot erwartet die Besucher am Familienzentrum, Brockhagener Straße 20. Dort haben sich kleine Gruppen zusammengeschlossen, um den Steinhagenern ein breites Spektrum ihrer Arbeit vorzustellen. Mit dabei sind natürlich das Familienzentrum selbst mit all seinen Angeboten, der Verein Sonnenblume, der sich für die Pflege chronisch kranker und behinderter Kinder sowie um Hilfe für deren Eltern bemüht, die Caritas-Sozialstation und die Seelbsthilfegruppe »SCHAKI« für Schlaganfall-Kinder. Um 14.30 Uhr sowie um 16.30 Uhr gibt es einen Vortrag zu »Marte Meo«. Gisela Wundus spricht über diese entwicklungsfördernde Methode, um chronisch kranke und behinderte Kinder in ihrer Entwicklung zu fördern.

Eine Stärkung zwischendurch gibt es mit internationalen Leckereien im Café des Familienzentrums. Und auch die Kleinsten sind gut aufgehoben: Es wird eine Kinderbetreuung geben. Weitergehende Informationen gibt Stefan Hellweg von der Gemeinde unter ` (0 52 04) 99 71 08. (Sonja Faulhaber)